VC Riehen Alpenbrevet 2010

VCR – Alpen-Brevet - Samstag, 7.8.10

Benne Schneider

Kurt Kaiser

Pascal Detampel

Thomas Kawelke

Urs Zwahlen

Ralf Ziser

Richard Studer

 

 

Begleitung: Jutta Schneider

Rositsa Ziser

Doris Studer

 

Wetter: traumhaft schön, bis 24 Grad, in der Höhe leicht frischStrecke: Wassen-Susten (2224m) -Innertkirchen-Grimsel (2165m)-Gletsch-Furka (2436m)-Andermatt-Wassen - Distanz: 122 Km . Höhenmeter 3500m

Was für Wetterglück, ein fantastisch schöner Tag, eitel Sonnenschein. Um 8h30 treffen wir uns in Wassen und machen uns für die Fahrt bereit. Wir leisten uns den Luxus von 2 Begleitautos, was allerdings fast eine Notwendigkeit ist, in Anbetracht des von Jutta vorbereiteten Kuchenbuffets. Wieviel waren es? Ich glaube mit 8 Kuchen liege ich etwa bei der Wahrheit. Wollen die eigentlich Radfahren oder beteiligt man sich an einer Fr….orgie? Zwei Wagen geben uns die Möglichkeit, die schnellen Fahrer auf der Passhöhe, mit warmen Kleidern zu versorgen., während der 2. Wagen mit dem Kuchenbuffet sich in der Nähe des Grupetto s aufhält. So wird dem doch grossen Alters- und Leistungsunterschied Rechnung getragen.

Nach einem Kaffee geht es gleich zur Sache und hinein in die Rampe des Sustens. Für den Schreibenden ist eines klar, gleich kleinster Gang auflegen und möglichst kraftschonend und mit guter Tretfrequenz den Pass hinauf. Ralf und Pascal stürmen gleich vorne weg. Bald sind sie nur noch als zwei kleine Punkte, in der Entfernung, auszumachen. Dahinter fährt man einzeln oder in kameradschaftlicher Eintracht (Richi und Urs), jeder in seinem angemessenen Tempo. Das Meiental zeigt sich, im morgigen Sonnenlicht, in seiner schönsten Facette, bei strahlend blauem Himmel. Auf den Höhen der Berge eine weisse Zuckerschicht, frisch verschneit. Vor zwei Tagen ist auf der Höhe des Passes noch Schnee gefallen. Majestätisch präsentiert sich linker Hand das Sustenhorn, mit Gletscher. Haben’s alle gesehen? Ich hoffe wohl.

Auf der Passhöhe weht ein recht kühler Wind und ein jeder ist froh, sich wärmere Kleidung überziehen zu können. Nach Eintreffen von Jutta’s Imbissstand stürzen sich alle auf den Kuchen. Zwetschgenkuchen, Kirschenpfannkuchen, Gugelhopf, Zucchettikuchen (KK’s Geheimtip). Da waren noch 2-3 andere, doch vor lauter Kuchen…

Jutta ein Kompliment für das Kuchenbacken zu machen ist fast peinlich. Sie ist die Kuchenkönigin.

Auf der Passhöhe verabschieden wir uns von Richi und Doris. Richi hatte vorgesehen, nur den Sustenpass mit uns zu fahren. Richi und Doris, schön, dass ihr dennoch gekommen seid.

Rasant geht es in die Abfahrt, das Gadmental hinunter. Eigentlich zu rasant. Es bleiben nur kurze Blicke nach rechts und links, um etwas von der faszinierenden Bergwelt zu erhaschen. Die Konzentration auf die Strasse ist sehr wichtig, es geht, bei doch hoher Geschwindigkeit, um die Sicherheit. Doch die Sicht auf den Steingleitscher muss man einfach gesehen haben. Vielleicht ergibt sich mal eine Fahrt von Innertkirchen auf den Susten, um dieses Panorama in seiner ganzen Schönheit zu geniessen.

In Innertkirchen der nächste Halt und Tenüfetz H

. Thomas, mit der gütigen Hilfe von Pascal, nimmt an seinem Rad noch eine Revision des Gabelschaftes vor. Dieser hatte bedenklich viel Spiel. Am Grimsel in etwa das gleiche Bild der einzeln sich aufwärtskämpfenden VCR-Kämpen. Benne bereitet der Rücken resp. Ischiasnerv Probleme, was für ihn Zwangspausen mit sich bringt.

Vor uns die Staumauern, insbesondere die grosse mit dem Graffitibild. Uff, dort hinauf, Kehre um Kehre. Endlich oben bei der Staumauer, doch das war’s noch nicht. Es gibt noch einige Kehren mehr bis zur Passhöhe. Ich traue meinen Augen nicht. Von oben kommt Pascal herunter gebraust und fährt in voller Fahrt vorbei. Was ist wohl in den gefahren? Aus Plausch fährt er hinunter zum grossen Stausee und danach wieder hoch. Ob ich dies auch machen würde mit lediglich 56 Km Gewicht? Bei mir sind es doch ein paar Kilos mehr. Über die Jahrringe schweigt des Sängers Höflichkeit.

An dieser Stelle muss der Kommentar betreffend Verkehr kommen. Das schöne Wetter lockt nicht nur ein paar verrückte Velofahrer zum Passfahren in die Berge. Was auf den Schweizerpässen abläuft ist der schiere Wahnsinn. Neben dem beträchtlichen Autoverkehr ist die Armada der Motorräder fast nicht auszustehen. Drehen die am Gashahnen immer ausgerechnet, wenn sie auf gleicher Höhe sind? Die Anzahl derjenigen, die ‚normal‘ hochfahren, dürfte verschwindend klein sein. Auf der Grimselpässhöhe sind hunderte von parkierten Motorrädern. 10-20 Sekunden, ohne von einem Motorrad oder Auto überholt zu werden, sind fast wie Weihnachten. Die Velofahrer sind auf verlorenem Posten, auch wenn es doch recht viele sind, welche unterwegs sind. Vermehrt sieht man auch Frauen, welche sich an diese Passfahrten wagen. Chapeau!

Wir stechen hinunter nach Gletsch und für einmal rasen auch wir durch die vielen Grimselspitzkehren. Nach einem kurzen Halt, um jeglichen Ballast und die warmen Kleider im Begleitauto zu verstauen, geht es hinein in den 3. Pass, den Furka. Den Gletscher sieht man von untern kaum noch. Ganz anders vor…. (ich wage die Jahreszahl nicht zu schreiben,)…, auf meiner 1. Velotour, unter väterlicher Obhut, mit englischen 3-Gang- ‚ Göppeln‘ und Gepäck, kam das Eis beim Hotel Belvédère noch fast an die Strasse. Ob es wohl noch Postkarten mit diesem Bild zu kaufen gibt?

Pascal gönnt sich erneut eine Zusatzsteigung, nachdem er nochmals von der Passhöhe, vermutlich bis zum Belvédère, zurückgefahren ist. Danach hatte aber auch er genug von Steigungen. Der Eine oder Andere von uns schon vorher. Bei Thomas überwogen wohl die schlechten Erinnerungen vom letzten Jahr an den Furkapass. Man hatte ihn schon ‚frischer‘ gesehen. Was war denn nur diesmal der Grund für den Einbruch? Es bleibt nur die Empfehlung des alten ‚Hasen‘, fahre möglichst klein und kraftschonend.

Die Abfahrt vom Furkapass war geradezu angenehm. Ein Wohnmobilfahrer lässt uns Velofahrer galant vorbei. Unser Glück, dass dieser die Motorfahrzeuge aufhielt und wir so die Abfahrt motorrad- und autofrei bewältigen konnten. Für uns ein Highlilght‘. Auf der Strecke von Realp nach Andermatt werden wir alsdann wieder in die harte Wirklichkeit zurückgeholt. Der obligate starke Gegenwind macht unsere müden Beine noch müder.

In Andermatt, bei schönstem Sonnenschein, geniessen wir, ohne Pascal der verloren ging, zum Abschluss einen kühlen Erfrischungstrink, wohl weislich bevor wir in Wassen zurück sind, denn das liegt gegen Abend bereits im Schatten. Die Fahrt durch die Schöllenenschlucht, hinunter nach Göschenen, verläuft etwas weniger rasant. Wir passen uns dem Tempo des allgemeinen Verkehrs an. In Wassen stossen wir dann wieder auf den verlorengegangenen Pascal. Dieser hat (wohl weil er nach seinen Efforts zu Müde war , nicht mitbekommen, dass wir in Andermatt einen Rast machen.

Eine Supertour und tolles Erlebnis. Ein grosses Dankeschön an Jutta und Rositsa für die ausgezeichnete Betreuung!

KK

letztes Update am:

20.5.2012  16:14 Uhr  

Rubrik:

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